Ortsverband Kaltenkirchen

Digitale Medien für den Kindergarten? FDP: Wir sagen NEIN!

Es gibt eine sogenannte „Landesentwicklungsstrategie Schleswig-Holstein 2030“, in der ein „strategischer Blick in die Zukunft des Landes“ geworfen wird.
Unter Ziffer 3.1 wird die Digitalisierung angesprochen. Darin heißt es, dass eine Ausstattung mit digitalen Medien in Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen erfolgen solle, um bereits hier erste Grundlagen im Umgang mit digitalen Medien zu bekommen.

Dazu erklärte der Fraktionsvorsitzende der FDP Eberhard Bohn in der Stadtvertretung:
„Bekanntlich entwickeln sich Kleinkinder und Kinder im Laufe ihrer Erfahrungswelt durch Herausbildung und Intensivierung ihrer Sinnesorgane. Diese sind das Licht (Sehen), der Schall (Hören), Temperatur (Fühlen), Tasten, Geruch, Geschmack.
Diese Erfahrungswelt ist die reale Welt der Natur, der Familie, der Mitmenschen, der Wohnumwelt, der sozialen Einrichtungen.
Für die Ganzheitlichkeit der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung ist die Erziehungsumgebung von großer Bedeutung. Deshalb sollte möglichst lange und entspannt die natürliche Umgebung (Reale Welt) den Kindern zur Verfügung stehen. Kinder wollen toben, klettern, laufen, springen, Entdeckungen machen, vor allem viel spielen.

Dem widerspricht die virtuelle Welt (künstliche Schein-Welt), wie sie durch die Digitalisierung gefördert wird. Hier steht die passive „Konsumhaltung“ im Vordergrund. Viel sitzen.
Dass wir die Digitalisierung in ihrer Weiterentwicklung nicht aufhalten können, kann nicht bestritten werden.
Es kann aber bestritten werden, dass diese virtuelle (künstliche) Wirklichkeit bereits im Kleinkinder- und Kindesalter gefördert werden sollte. Sie widerspricht der Ausbildung und Verfestigung der Sinnesorgane und –Wahrnehmung.

Diese Erkenntnisse sind in der Wissenschaft schon länger thematisiert worden und finden vor allem in den Arbeiten von Manfred Spitzer ihren Niederschlag.
Ich beantrage, die Kindestagesstätten in der Strategievorlage zu streichen.“

INFO
Das Abstimmungsergebnis für die Streichung der Kindertagesstätten:

  • 11 Ja-Stimmen (4 CDU, 3 Pro Kaki, 3 FDP, 1 Linker)

  • 13 Nein-Stimmen (3 CDU, 8 SPD, 1 Pro Kaki, Bürgervorsteher Gohde)

  • 1 Stimmenthaltung (Pro Kaki)


Kaltenkirchen, den 13.08.2017

Erfreulich: Mehrheit für Umstellung auf Elektrofahrzeuge

Die FDP begrüßt den Beschluss des Bauausschusses, dass der städtische Fuhrpark in den kommenden Jahren auf Elektro-und Hybridfahrzeug umgestellt wird.

Eine E-Tankstelle
Eine E-Tankstelle
Fraktionsvorsitzender Eberhard Bohn: “Damit wird ein zukunftsweisender Schritt in die Elektromobilität getan. Die Stadt redet nicht nur vom Klimaschutz, sie handelt auch. Der Antrag, der von Pro Kaki kam, ist mit voller Überzeugung von uns unterstützt worden. Wir haben durch einen Erweiterungsantrag erreicht, dass zusätzlich auch benzinbetriebene Werkzeuge wie Rasenmäher oder Motorsägen des Bauhofes mit einbezogen worden sind. Jetzt gilt es, eine ausreichende Zahl von Ladestationen zu errichten.“
Bohn wies darauf hin, dass Firmen, die eine solche Ladestation errichten wollen, Fördermittel vom Kreis Segeberg erhalten können.
„Sie müssten jedoch rasch handeln, weil das Förderkontingent begrenzt ist und derjenige, der schnell handelt, die Chance hat, einen Zuschuss zu bekommen. Hier gilt das Windhund-Prinzip.“
Bohn weiter: “Die Verwaltung sollte Firmen wie Dodenhof, Olandpark oder Rewe, die entsprechende Flächen zur Verfügung stellen könnten, auf die Möglichkeit zur Erstellung von E-Ladestation aufmerksam machen. Dies würde eine win-win-Situation auch für die Firmen bedeuten.“



Kaltenkirchen, den 14.07.2017

FDP zum ersten Nachtragshaushalt 2017: Warum alles auf einmal?

Wieder einmal wird nicht gespart. Im Gegenteil: Trotz erhöhter Steuereinnahmen wird der Schuldenberg der Stadt um über eine Millionen Euro erhöht.
CDU und Pro Kaki folgen dem Vorschlag des Bürgermeisters, statt Schuldentilgung neue Schulden zu machen.
Eberhard Bohn: “Warum müssen Sportentwicklungsplanung, Beleuchtungskonzept, neuer Spielplatz am Wiesendamm, und Planung für den Flottmoorpark fast gleichzeitig in Angriff genommen werden?“
Katharina Loedige: “Der Normalfall ist, dass erst dann Projekte umgesetzt werden, wenn die Finanzmittel vorhanden sind und nicht auf Kredit erworben werden.
Eine Erhöhung der Schuldenlast machen wir nicht mit. Wir lehnen den Nachtragshaushalt 2017 ab.“

Kaltenkirchen, den 14.07.2017

Gestaltungssatzung für Kaltenkirchen

Zum Schutz und zur künftigen Gestaltung des Stadtbildes, insbesondere im Bereich des Grünen Marktes, soll eine Gestaltungssatzung erlassen werden.
Vor allem der Grüne Markt ist für Kaltenkirchen innenstadtprägend durch ein Gebäude-Ensemble, das historisch gewachsen ist und durch architektonische Geschlossenheit der Stadt eine eigene Note gibt.

Innenstadtprägende Gebäude am grünen Markt
Innenstadtprägende Gebäude am grünen Markt

Die in jüngster Vergangenheit vorgenommenen Abrissmaßnahmen veranlassen uns, diesen Antrag für eine Gestaltungssatzung zu stellen, um erhaltenswerte Gebäudefassaden festzuschreiben.
Dieser Antrag ist zur weiteren Beratung in den Bau-und Umweltausschuss überwiesen worden.
Eberhard Bohn: Die Beratungen laufen zurzeit. Wir hoffen, dass eine Lösung gefunden wird, die unseren Stadtmittelpunkt um den Grünen Markt attraktiv bleiben lässt.

Kaltenkirchen, den 14.07.2017

Wahlkampf-Endspurtveranstaltung

Sehr geehrte Damen und Herren Redakteure,

unseren monatlichen Stammtisch am Donnerstag, den 4. Mai, wollen wir ausnahmsweise mit der Wahlkampf-Endspurtveranstaltung im Alten Güterbahnhof zu Kiel verbinden. Deshalb werden die Kaltenkirchener Liberalen nicht im Restaurant Feuerstein über aktuelle Themen diskutieren sondern unsere Landespartei in Kiel unterstützen.


Alle Bürgerinnen und Bürger, die Wolfgang Kubicki einmal live erleben möchten, sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung (siehe Anlage) um 19 Uhr teilzunehmen.

Katharina Loedige
FDP-Ortsvorsitzende Kaltenkirchen

Wir sind für den Erhalt der Stadtbücherei an der Hamburger Straße. Sanierung ist notwendig.

Eberhard Bohn
Eberhard Bohn
Über die in der Vergangenheit öffentlich geführte Diskussion zur Stadtbücherei gehe ich heute nicht mehr ein. Das haben wir in den vergangenen Ausschusssitzungen getan. Obwohl an dem Verlauf dieser Diskussion zu einigen demokratisch „schrägen“ Vorgehensweisen Anmerkungen angebracht wären.

Nun zum Sachverhalt:
In unserer mittelfristigen Finanzplanung war immer vorgesehen, die Sanierung und mögliche Vergrößerung der Stadtbibliothek ins Auge zu fassen. Dabei war nie von einem Standortwechsel die Rede. Nun gut, diese Standortdiskussion hat stattgefunden. Wie bei jedem Projekt gibt es nicht nur Vorteile oder nur Nachteile. Kommunalpolitik heißt: das Beste für die Stadt zu entscheiden.

Wir haben uns entschieden und so sieht unsere Entscheidung aus:
Wir plädieren für eine Sanierung der Stadtbücherei am bestehenden Standort.
Wir sind also nicht GEGEN eine Maßnahme, sondern FÜR den Erhalt der Stadtbücherei am angestammten Ort.


Ein 40 Jahre altes Gebäude ist als Stadtbibliothek entworfen und gebaut worden. Der Standort ist damals bewusst gewählt worden. Ruhe, Nähe zu verschiedenen Schulen und gute Parkmöglichkeiten.
Viele Bürger wollen ihre gewohnte Bibliothek an diesem Standort behalten. Somit ist die Stadtbücherei ein stadtprägendes Gebäude, wenn auch nicht im direkten Zentrum. Aber genau dies hat seinen eigenen Charme.
Neben dem Standort ist die finanzielle Situation geprägt von einem Tausch. Es wird ein städtisches Grundstück verkauft. Dafür erhält die Stadt ein Gebäude in der Innenstadt am Grünen Markt. Zur Miete für 20 Jahre. Klartext: Die Stadt verkauft ein Grundstück. Erhält dafür einen Kaufpreis und einen Mietvertrag mit festgelegtem Mietpreis. Und genau das machen wir nicht mit. Hier wird aus unserer Sicht Tafelsilber verschleudert.

Wir bitten die anderen Fraktionen, sich auch dafür zu entscheiden, die Stadtbücherei am angestammten Platz zu sanieren.

Eberhard Bohn,
Fraktionsvorsitzender

FDP-Standpunkt in der Stadtvertretersitzung am 28. Februar 2017

Neues zur Zukunft der Stadtbücherei

Die FDP sieht mit großer Sorge auf den 28. Februar. Es geht um die Zukunft der Stadtbücherei, um Vermögen und Grundbesitz der Stadt Kaltenkirchen. In der Sitzung der Stadtvertretung am 28. Februar soll final darüber entschieden werden, ob unsere Stadtbücherei an der Hamburger Straße abgerissen wird. Das Grundstück möchte das Bau-und Wohnungsunternehmen Böttcher kaufen. Neben dem Kaufpreis bietet Böttcher der Stadt das leerstehende Penny-Gebäude am Grünen Markt zur Miete für die Stadtbücherei an – renoviert und umgebaut. Die Nettomiete der 1.100 qm² großen Räume soll 8 Euro pro Quadratmeter betragen – festgeschrieben auf 20 Jahre. Das wären insgesamt mehr als zwei Millionen Euro Miete in der Zeit. Dagegen würde die nötige Sanierung der Stadtbücherei an der Hamburger Straße knapp 1 Million Euro kosten. Grundstück und Gebäude blieben dann aber im Besitz der Stadt, ein Stück Tafelsilber Kaltenkirchens. Im Übrigen wurden erst Teile des Gebäudes energetisch saniert und ausgebaut.
FDP-Stadtvertreterin Katharina Loedige erklärt: „Die FDP-Fraktion möchte die Stadtbücherei als stadtprägendes Gebäude im Besitz der Stadt erhalten“. Das sieht die SPD-Fraktion genauso.
Anders Pro Kaki und die CDU-Fraktionen, die für den Abriss des Büchereigebäudes sowie den Grundstücksverkauf und die Vermietung des alten Penny-Gebäudes am Grünen Markt sind.
Für diese zukunftsweisende Entscheidung für die Stadt ist ein extrem hoher Zeitdruck aufgebaut worden. Es wurden drei Ausschuss-Sitzungen mit der anschließenden Stadtvertretung (am 28. Februar) anberaumt, wo dann final entschieden wird.
Ein Dialog mit den Bürgern darüber kann in dieser Zeit gar nicht stattfinden. „Was steckt hinter dieser ungewöhnlichen Eile?“, fragt Katharina Loedige.
Für die FDP gibt es zudem noch eine Reihe offener Fragen wie zum Beispiel:

  • Reichen überhaupt die Parkplätze am alten Penny-Gebäude aus? Schon jetzt sind sie täglich voll besetzt.


  • Braucht eine Bücherei in Zukunft überhaupt noch mehr Platz in Anbetracht neuer medialer Technik wie E-Books?


  • Handelt es sich bei der Bedingung „Nur Grundstücksverkauf gegen Mietangebot“ um ein „Kopplungsgeschäft“? Wenn ja, ist das rechtlich zulässig? An dem Kauf des Grundstücks auf dem jetzt die Stadtbücherei steht, hätten auch andere ein Kaufinteresse.

Fraktionsvorsitzender Eberhard Bohn abschließend: „Als Stadtvertreter sind wir Sachverwalter öffentlicher Gelder und müssen immer wieder sorgfältig prüfen, ob Ausgaben gerechtfertigt sind. Außerdem müssen wir bei Entscheidungen auch immer über den Tag hinaus sehen für eine gute Zukunft von Kaltenkirchen und seinen Bürgern. Deshalb halten wir den Verkauf und Abriss für falsch.“

Kaltenkirchen, den 21.02.2017

FDP zur Diskussion über die Zukunft der Stadtbücherei

„Das ist schon merkwürdig. Da wird in der Öffentlichkeit darüber diskutiert, ob die Stadtbücherei vom Standort Hamburger Straße an den Grünen Markt in das ehemalige Penny-Gebäude umziehen soll. Diejenigen, die darüber entscheiden sollen, die Stadtvertreter, haben bisher in keinem Ausschuss dazu beraten.“ So der Fraktionsvorsitzende Eberhard Bohn.
Darüber hinaus weist FDP-Ortsvorsitzende Katharina Loedige darauf hin, dass es ein 32.000 Euro teures Gutachten gibt, das untersucht, welche Gründe für oder gegen den Standort Hamburger Straße sprechen. Dieses Gutachten ist bisher in keinem städtischen Gremium bewertet worden.Warum wird vorher schon öffentlich vom Bürgermeister klar Stellung bezogen, den Penny-Markt als Büchereistandort vorzusehen? Geht man so mit Steuergeld für ein Gutachten um, das von den Stadtvertretern erst jetzt am 13.02.2017 im Hauptausschuss beraten wird?
Fakt ist, dass das bestehende Gebäude an der Hamburger Straße saniert werden muss. Hierfür gibt es bereits eine detaillierte Kostenaufstellung von einer Million Euro. Loedige weiter: „Seriös wäre es, wenn wir als Stadtvertreter die Vor- und Nachteile abwägen und uns nicht von den Interessen eines Bauunternehmers drängen lassen.“
Bekanntlich gehört das Penny-Gebäude der Firma Böttcher, die das Gelände der Stadtbücherei kaufen will und als Gegenleistung neben dem Verkaufspreis für das Grundstück einen Mietvertrag über 20 Jahre im Penny-Gebäude am Grünen Markt anbietet.

Die Stadtbücherei in Kaltenkirchen
Die Stadtbücherei in Kaltenkirchen

Wir haben viele Fragen, wie zum Beispiel:

  • Wie sieht die Zukunft von Büchereien aus im Zuge von digitalen Medien wie E-Books?

  • Was wird aus dem Baumbestand am jetzigen Standort?

  • Wie viele Parkplätze – NUR FÜR DIE BÜCHEREI! – gäbe es zusätzlich in der Innenstadt?

  • Welchen Betrag investiert die Firma Böttcher in das Mietobjekt bzw. wie sieht das Mietobjekt nach Übergabe des Vermieters an die Mieterin Stadt Kaltenkirchen aus?

  • Was muss die Stadt als Mieterin noch investieren, um das Mietobjekt optimal für eine Bücherei nutzen zu können?

  • Die Kosten und der Aufwand für die Verlegung der technischen Infrastruktur?

Es sei auch die folgende Frage erlaubt, wie viele Wohneinheiten noch in Kaltenkirchen errichtet werden sollen? Zurzeit sind über 2000 im Bau und in der Planung.
Loedige abschließend: „Wir sind verpflichtet, verantwortungsvoll mit Steuergeldern umzugehen und dafür zu sorgen, dass Entscheidungen mit Verstand getroffen werden.“

Kaltenkirchen, den 06.02.2017

Mehr Artikel finden Sie unter "Rückblicke"



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