Ortsverband Kaltenkirchen

Leserbrief in der Umschau vom 16.08. zum Artikel „SPD hat nichts gegen Bäume“ vom 02.08.2006
Kaltenkirchen, den 18.08.2006

„Keine ehrliche Stellungnahme“

In dem oben genannten Artikel rechtfertigt die SPD Ihre Zustimmung zum Fällen der Bäume im Radensweg damit, dass von den dortigen Bäumen eine Gefahr für Leib und Leben durch abfallende Äste ausginge, die Bäume „abgängig“ sind und damit das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben.

Da diese Rechtfertigung der SPD schon in zwei anderen Zeitungen veröffentlicht wurde, aber in keiner Bauausschusssitzung, als es um den Ausbau des Radensweg und das Fällen der Bäume ging, dieser Sachverhalt von der SPD vorgetragen wurde, bzw. die SPD dies auch nicht als Abstimmungsbegründung vorgetragen hatte, habe ich als FDP Bauausschussmitglied auf der letzen Bauausschusssitzung mehrere Fragen an die Stadtverwaltung zum Zustand der Bäume gestellt.

Dabei hat sich herausgestellt, dass der Stadtverwaltung Kaltenkirchen nicht bekannt ist, dass von den Bäumen am Radensweg Äste abfallen und dadurch Leib und Leben der Bürger gefährdet wird.

Im Gegenteil, laut Bericht der Stadtverwaltung werden die Bäume als gesund, vital und erhaltenswert bewertet.

Jetzt frage ich mich, warum hat die SPD die Stadt nicht über die „Gefahr“ informiert die von den Bäumen ausgeht, warum hat die SPD in keiner Bauausschusssitzung erwähnt, dass die Bäume nach Ihrer Meinung aus Altersgründen gefällt werden müssen? Weil es nicht den Tatsachen entspricht, was die SPD zum Zustand der Bäume schreibt!

Die SPD begründet Ihre Pressemiteilung damit, „Mancher habe nicht verstanden, warum die SPD-Fraktion dem Fällen der Bäume zugestimmt habe,….“

Die SPD wurde wohl für ihr Abstimmungsverhalten kritisiert und sucht jetzt nach einer Rechtfertigung für ihre Zustimmung. Scheinbar wurde auch erkannt (leider zu spät), dass ein Ausbau des Radensweg zur Erschließung des Baumgebietes „Stubbenwiese“ nicht unbedingt notwendig ist und damit ein Fällen der Bäume verhindert werden konnte.

Statt dies aber zuzugeben, werden fadenscheinige Begründungen gesucht und veröffentlicht.

Der Glaubwürdigkeit hätte eine ehrliche Stellungnahme nach dem Motto, „Da haben wir wohl eine falsche Entscheidung mitgetragen“, mehr gedient.


Michael Schneede
FDP Kaltenkirchen
Mitglied im Bau- und Umweltausschuss


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