Ortsverband Kaltenkirchen

Bahnhofsumfeld - Die FDP gibt nicht auf
Kaltenkirchen, den 18.10.2006

Die jetzt durch die Mehrheiten im Stadtparlament beschlossene Planung für das Bahnhofsumfeld stößt der FDP sauer auf. Mehrfach äußerte sie Kritik an der geplanten Bebauung (Die Umschau berichtete in Ausgabe Nummer 39). Die Liberalen wollen keine Verantwortung übernehmen für ein angebliches Jahrhundertbauwerk, das ihrer Ansicht nach keines ist, sondern wollen die bisher mit Bedacht getragene und verantwortungsvolle Stadtentwicklung gerade an einem der markantesten Punkte Kaltenkirchens fortsetzen. Es sollte eine Bebauung entstehen, die der Stadt und ihren Bedürfnissen gerecht wird. Parteipolitisches Geplänkel sei gegenüber der Bebauung "Bahnhofsumfeld" unangebracht, so Eberhard Bohn, Fraktionsvorsitzender der FDP, und er fährt fort: "Wir beteiligen uns nicht daran. Wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, die bisherige Planung, die einem Flickenteppich gleicht, zu verhindern. Es sind fast ausschließlich Investoreninteressen berücksichtigt worden. Von einer verantwortungsvollen Städteplanung kann nicht mehr die Rede sein."
In diesem Zusammenhang verweist Bohn auf eine Rechtsauskunft, die er von der Fachabteilung im Rathaus bekommen habe. Demnach gebe es keinen Zwang, eine Planung zu Ende zu führen. Es könne jederzeit die Notbremse gezogen werden, wenn die Politik es so wolle und bereit sei, die Konsequenzen zu ziehen.
Mit der "Notbremse" wären allerdings auch finanzielle Konsequenzen verbunden. Die Stadt müsste Grundstück von der AKN für rund 4,5 Millionen Euro erwerben, was eine jährliche Belastung bis zu 200.000 Euro bedeutet. "Das ist kein heraus geschmissenes Geld", meint Eberhard Bohn und ergänzt, dass die Stadt dann die Möglichkeit habe, in Ruhe einen Investor oder mehrere Investoren zu suchen, die bereit sind, das Bahnhofsumfeld ansprechend und optimal für Kaltenkirchen und seine Bürger zu entwickeln.
Umschau, 18.10.2006


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