Ortsverband Kaltenkirchen

Neues zur Zukunft der Stadtbücherei

Die FDP sieht mit großer Sorge auf den 28. Februar. Es geht um die Zukunft der Stadtbücherei, um Vermögen und Grundbesitz der Stadt Kaltenkirchen. In der Sitzung der Stadtvertretung am 28. Februar soll final darüber entschieden werden, ob unsere Stadtbücherei an der Hamburger Straße abgerissen wird. Das Grundstück möchte das Bau-und Wohnungsunternehmen Böttcher kaufen. Neben dem Kaufpreis bietet Böttcher der Stadt das leerstehende Penny-Gebäude am Grünen Markt zur Miete für die Stadtbücherei an – renoviert und umgebaut. Die Nettomiete der 1.100 qm² großen Räume soll 8 Euro pro Quadratmeter betragen – festgeschrieben auf 20 Jahre. Das wären insgesamt mehr als zwei Millionen Euro Miete in der Zeit. Dagegen würde die nötige Sanierung der Stadtbücherei an der Hamburger Straße knapp 1 Million Euro kosten. Grundstück und Gebäude blieben dann aber im Besitz der Stadt, ein Stück Tafelsilber Kaltenkirchens. Im Übrigen wurden erst Teile des Gebäudes energetisch saniert und ausgebaut.
FDP-Stadtvertreterin Katharina Loedige erklärt: „Die FDP-Fraktion möchte die Stadtbücherei als stadtprägendes Gebäude im Besitz der Stadt erhalten“. Das sieht die SPD-Fraktion genauso.
Anders Pro Kaki und die CDU-Fraktionen, die für den Abriss des Büchereigebäudes sowie den Grundstücksverkauf und die Vermietung des alten Penny-Gebäudes am Grünen Markt sind.
Für diese zukunftsweisende Entscheidung für die Stadt ist ein extrem hoher Zeitdruck aufgebaut worden. Es wurden drei Ausschuss-Sitzungen mit der anschließenden Stadtvertretung (am 28. Februar) anberaumt, wo dann final entschieden wird.
Ein Dialog mit den Bürgern darüber kann in dieser Zeit gar nicht stattfinden. „Was steckt hinter dieser ungewöhnlichen Eile?“, fragt Katharina Loedige.
Für die FDP gibt es zudem noch eine Reihe offener Fragen wie zum Beispiel:

  • Reichen überhaupt die Parkplätze am alten Penny-Gebäude aus? Schon jetzt sind sie täglich voll besetzt.


  • Braucht eine Bücherei in Zukunft überhaupt noch mehr Platz in Anbetracht neuer medialer Technik wie E-Books?


  • Handelt es sich bei der Bedingung „Nur Grundstücksverkauf gegen Mietangebot“ um ein „Kopplungsgeschäft“? Wenn ja, ist das rechtlich zulässig? An dem Kauf des Grundstücks auf dem jetzt die Stadtbücherei steht, hätten auch andere ein Kaufinteresse.

Fraktionsvorsitzender Eberhard Bohn abschließend: „Als Stadtvertreter sind wir Sachverwalter öffentlicher Gelder und müssen immer wieder sorgfältig prüfen, ob Ausgaben gerechtfertigt sind. Außerdem müssen wir bei Entscheidungen auch immer über den Tag hinaus sehen für eine gute Zukunft von Kaltenkirchen und seinen Bürgern. Deshalb halten wir den Verkauf und Abriss für falsch.“

Kaltenkirchen, den 21.02.2017


Druckversion Druckversion 
Suche

TERMINE

18.12.2018Stadtvertretersitzung im Rathaus25.01.2019Mitgliederversammlung der FDP Kaltenkirc...22.02.2019Polit-Grünkohl des Ortsverbands der FDP ...» Übersicht

Kaltenkirchen ist Fairtrade Stadt


Positionen